Fakten über das Pfandkreditgewerbe

/ / History / 2. Juli 2018
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Im Jahr 2016 waren in Deutschland 250 private Betriebe im Zentralverband des deutschen Pfandkreditgewerbes angemeldet – davon 48 in Süddeutschland (vgl. Schedl W. (2016) der Pfandkredit, Zentralverband des Pfandkreditgewerbes E. V., 66. Jahrgang, Herausgeber: Polytype GmbH). Im Jahr 2015 hat die PfandBAR 23 in München ihr Geschäft eröffnet.

Leihhaus und Pfandkreditgewerbe, eine Momentaufnahme 

Aktuell befindet sich die Bekanntheit von Pfandleihhäusern auf ihrem historischen Höchstpunkt. Durch andauernde Finanz- und Systemkrisen sehen sich viele Bürger, besonders aus Südeuropa, gezwungen Alternativen zur Liquiditätsaufstockung anstelle von klassischen Kreditinstituten zu suchen. In England sind die sogenannten „pawn broker“ seit einigen Jahren etabliert und wie die Zahlen des Zentralverbands der englischen Pfandleiher (National Pawnbroker Assosiation of the UK) beweisen, in der Gesellschaft akzeptiert. Nach eigenen Angaben gibt es aktuell über 2000 Mitglieder (vgl. http://www.thenpa.com/About-the-NPA.aspx, Stand: 30. Januar 2016). In Deutschland gibt es rund 250 Betriebe im Pfandkreditgewerbe. Die Schweiz beschreibt, mit einer Handvoll Pfandleihhäusern, das europäische Gegenteil zur englischen Akzeptanz.

Die gesellschaftliche Meinung über Pfandleiher und deren Betriebe war in der Vergangenheit fast ausschließlich negativ. Beeinflusst wird diese Meinung von historischen und aktuellen Umständen. Viele der Vorurteile sind bereits im Mittelalter entstanden.

Frage & Antwort

Es ist nicht notwendig, tief in der Vergangenheit nach Ursache und Wirkung der bestehenden Klischees zu forschen. Aktuell haben die meisten deutschen Bürger eine eigene Vorstellung vom Geschäftsbetrieb eines Leihhauses und dessen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese Vorstellung weicht häufig stark von der Realität ab. Interessierte Kunden haben in der Filiale der PfandBAR 23 GmbH folgende Fragen gestellt:

  • Behält das Leihhaus Pfänder, die nicht abgeholt werden?
  • Verdient das Leihhaus sein Geld mit nicht abgeholten Pfändern?
  • Werden Pfänder verkauft?

Dabei wollten die Kunden herausfinden, ob ihre Annahmen stimmen.

Tatsächlich weichen die populären Meinungen stark von der Realität und den rechtlichen Rahmenbedingungen ab. Um das zu klären, dient die aktuelle PfandlV – Verordnung über den Geschäftsbetrieb der gewerblichen Pfandleiher als Referenz. Die PfandBAR 23 & SchließBAR 23 GmbH erklärt dies ihren Kunden umgangssprachlich wie folgt:

  • Das Leihhaus verdient an den Erlösen aus Zinseneinnahmen und Unkostengebühren, pro Monat, für das Beleihen von Wertgegenständen (dem Pfand).
  • Die Zinsen und Unkostengebühren sind bis zu einem Beleihungswert von 300,00 € gesetzlich festgeschrieben. Ab einem Wert von 300,00 € verlangt die PfandBAR 23 & SchließBAR 23 GmbH 1 % Zinsen und 3 % Gebühren für das Darlehn.
  • Nicht abgeholte Pfänder werden nach der gesetzlichen Frist von einem staatlich vereidigten Auktionator versteigert. Der Pfandleiher bedient seine Unkosten aus der Versteigerung. Diese entspricht dem Wert des Darlehens inkl. Zinsen und Gebühren. Der Überschussbetrag wird drei Jahre, zur Abholung, für den Kunden verwahrt. Nach drei Jahren zieht das jeweilige Bundesland die Überschussbeträge ein.

Fazit

Das klärende Gespräch gibt dem Kunden Sicherheit, während fehlende Transparenz Konflikte erzeugt. Das Pfandleihgeschäft wird für den Kunden einfacher und nachvollziehbar. Das betrifft vor allem die Beleihung von Wertgegenständen. Einige Kunden zeigen sich vom Bewertungsergebnis positiv überrascht.

Grundlage für die Meinungsdifferenzen zwischen dem Leihhaus und Kreditnehmer kann die Beleihung, primär von Schmuck, darstellen. Kunden können überwiegend keine Materialwerte (Schmuck, Uhren und Edelsteine) bestimmen. Die Materialwerte weichen erheblich vom bezahlten Einkaufspreis beim Juwelier ab. Es kommt zu Missverständnissen.

Die PfandBAR löst diese Probleme folgendermaßen:

In der Schmuckbranche ausgebildete Mitarbeiter nehmen sich Zeit für Kundenfragen. Laborgeräte aus der Affinerie und gemmologischen Forschung werden für die Bestimmung der Materialwerte genutzt. Diese Prüfung ist zeitgemäß und die Ergebnisse dadurch sehr genau. Alle Prüfungen und Bewertungen mit Geräten sind optisch vom Kunden einsehbar.

Diese Themen betreffen „Vertrauensbildung“, „Glaubwürdigkeit“ und „Image“ der Leihhäuser. Diese sind eine fundamentale Vorbedingung für den geschäftlichen Erfolg des Betriebes. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, welche Instrumente der Kommunikation die genannten Defizite beseitigen oder positiv verbessern können?

Das moderne Leihhaus besitzt eine Außendarstellung und ein Unternehmensbild, welches diese Defizite ausgleicht oder zumindest positiv verbessert. So wie die PfandBAR. 


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